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Projekte im Rahmen des Sozialkundeunterrichts an der LCR
Jugendparlament 2007 (30.03.-01.04.2007)
Als mich Herr Demmelhuber darauf ansprach, ob ich im Rahmen des
Sozialkundeunterrichts an der
Wochenendveranstaltung „Jugendparlament zur EU-Erweiterung“
beim Bayerischen Landtag in München
teilnehmen wollte, dachte ich mir, dass dies wohl sehr interessant
werden könnte, und meldete mich
prompt an. Nach anfänglichem „Muffesausen“ in den
letzten Wochen vor der Veranstaltung war ich sehr
positiv überrascht, als ich am Treffpunkt in München herzlich
empfangen wurde.
Nach zwei Stunden Zeit um im Hotel „einzuchecken“ ging
es dann auch sofort los. Alle Teilnehmer wurden
mit dem Bus abgeholt, um zusammen zum Bayerische Parlament, zum
„Maximilianeum“, zu fahren.
Dort teilte man uns in Gruppen auf und wir wurden in die Materie
„Europa“ eingeführt. Insgesamt waren wir
rund 80 Jugendliche, die während dieses Wochenendes unsere
Sicht der Dinge zur Europa und zur EU-
Erweiterung erarbeiten und mit erfahrenen Politikern diskutieren
sollten. Als dann die organisatorischen
Probleme aus dem Weg geräumt waren, gab es bei einem Stehempfang
im Landtag Gelegenheit,
einander näher kennen zu lernen.
Der zweite Tag erforderte von allen harte Arbeit. Wir erstellten
eine Art Satzung zum Thema Europa und
europäische Verfassung. Dies sollte zeigen, wie wir Schüler
denken, dass Europa besser funktionieren
würde. Dazu wurden wir in in einen von insgesamt fünf
verschiedenen Ausschüsse eingeteilt: „Identität“,
„Sicherheits- und Außenpolitik“, „Wirtschaftspolitik“,
„Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik“ oder „Institutionelle
Fragen“. Ich selbst arbeitete im Ausschuss „Identität“
mit. Diese Satzung wurde am dritten Tag vor allen
Teilnehmern im großen, neu sanierten Plenarsaal des Landtags
vorgetragen und mit Verbesserungen
und Abstrichen verabschiedet.
Am besten hat mir die Tatsache gefallen dass so viele Teilnehmer
von 15-24 Jahren engagiert zusammen
an einem Thema gearbeitet haben. Dies zeigt einmal mehr, dass man
auf die Jugend zählen kann.
Man muss der nächsten Generation nur Aufgaben geben und ihr
Vertrauen schenken!
(Autor: Patrick Schallweg
Klasse 10B)
Klasse 10 E Planspiel POLIS in Kochel am See Dezember 2006

„Sehr geehrte Vertreter der Regionen“, so begann die
erste internationale Konferenz durch den
Generalsekretär für die POL&IS-Klasse. Wir, die 10e,
wurden aus über 500.000 Schülern aus ganz
Bayern ausgewählt um dieses Jahr vom 13.12.06 bis 15.12.06
am POL&IS-Projekt teilzunehmen.
Zum ersten Mal eine Klasse der Lena-Christ-Realschule überhaupt!
Nun, was bedeutet „POL&IS“ denn überhaupt?
Es ist die Abkürzung für „Politik und internationale
Sicherheit“. Angeleitet von den Jugendoffizieren der Bundeswehr,
Herrn Weitzel und Herrn Kneringer,
wurden wir also mit Hilfe einer Simulation in Politik und internationale
Sicherheit eingeführt.
Am 13.12.06 ging es los. In heller Vorfreude trottete die 10e morgens
mit gepackten Taschen in die
Schule. Mitsamt Schulsachen versteht sich. Schließlich genossen
wir ja noch fünf Schulstunden brav
unseren Unterricht, ehe uns dann gegen 12 Uhr der Bus abholte. Mit
unserem Gepäck und den beiden
begleitenden Lehrkräfte Frau Leffers und Herr Demmelhuber an
Bord fuhren wir los. Nach etwa
1 ½ Stunden Fahrt erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein
unser Ziel: die Vollmar-Akademie
in Kochel am See.
Einmal angekommen mussten wir auch noch ein kleines Stück steilen
Berges erklimmen (Ich dachte
es geht um Politik und nicht um Bergsteigen…). Nach kurzem
„Einchecken“ wurde uns ausführlich
erklärt, wie alles ablaufen sollte: Der Ausgangspunkt dieses
Spiels waren neun Regionen der Welt
(z.B. Westeuropa, Afrika, Nordamerika oder China) mit welchen die
internationale Politik simuliert
werden sollte. Jeder Teilnehmer bekam zu Beginn eine Region und
einen Staatsposten zugelost oder
konnte sich –so wie wir beide- für die Weltpresse, die
Weltbank oder eine NRO (Nichtregierungs-
organisation" wie Greenpeace oder Amnesty International) melden.
So fand man sich später
beispielsweise als Ozeanischer Wirtschaftsminister, Regierungsführer
und Oppositionsführer
in Kleingruppen zusammen um unmittelbar mit dem Regieren loszulegen.
Wir entschieden uns wie folgt:
- Nordamerika (Carina, Anja, Jan),
- Südamerika (Janine, Tirza),
- Europa (Marcus, Benni, Simon),
- China (Christian, Daniel, Andrea),
- Japan (Michaela, Angie),
- Asien (Nataly, Sandra S., Lukas),
- Arabien (Monika, Arlinda),
- Afrika (Frauke, Sandra G.) und
- GUS (Russland) (Tanja, Martina, Anna).
- Generalsekretär (Haiko),
- Weltbank (Sophia) und
- Weltpresse/Greenpeace/Amnesty International (unsere
Wenigkeiten).
POLIS-Jahr für Jahr wurde nun durchgespielt, wobei ein Jahr
im Groben aus Beratungsphasen, Kartenarbeit,
Handel und der Konferenz am Ende bestand.Der UN-Generalsekretär
hatte dabei einen relativ entspannten
Job. Auch wir beide genossen als Weltpresse die Pressefreiheit und
konnten im Großen und Ganzen nach
unserem Willen schreiben und Gerüchte verbreiten. So schritten
wir - meist mit Argwohn betrachtet - durch
den Raum. Denn wer vertraut schon der Presse? Zu Beginn des Spiels
gab es nur heile Welt, d. h. keinen
Krieg, keine Hungersnöte, Katastrophen, Wassermangel oder Schulden.
Weil aber die Regierungschefs
ihres Amtes walten und Filter, Industrie- und/oder Agrarzentren
bauen lassen mussten, wurde das Geld
immer knapper und der Handel kam in Gang.Am besten erwischte es
China. Kein Bereich kam ins Defizit,
so dass die Bürger äußerst zufrieden waren. Nur
hatte auch die Presse ihre Finger im Spiel. Sie versuchte
das Land durch demonstrative Schlagzeilen, wie „China will
Krieg!“, auszubooten.Doch schon kurze Zeit
später schaffte es China, sich dem Rest der Welt wieder in
gutem Licht zu zeigen. Durch Handelsverträge
halfen die „Chinesen“ Japan aus ihrer Krise. Mit Hilfe
von Spenden konnte Japan auch den Walfang stoppen.
Südamerika rettete den Regenwald, Afrika ging gegen AIDS vor,
Nordamerika bekämpfte die Drogenproblem
und Europa trug am wenigsten zur Weltverschmutzung bei.
Doch es gab auch weit weniger Erfreuliches: Asien konnte seine
Defizite nicht ausgleichen; ein Bürgerkrieg
entstand. Aber auch in der GUS wurde gekämpft. Eine Chemiewaffe,
gestohlen von der Tschetschenischen
Befreiungsfront, war in Moskau hochgegangen! Ein Glück, dass
das ja alles nur eine Simulation war! Es
konnte ja nichts kaputt gehen. Dennoch zeigte sich meiner Meinung
nach, dass hier vieles besser gelaufen
ist als im wahren Leben. Warum kann das denn nicht auch in der Realität
so sein?
Im Großen und Ganzen waren es zwei wirklich interessante,
aufschlussreiche und vor allem lustige Tage
in denen man viel lernen konnte. Dazu noch wunderschöne Zimmer
und reichlich gutes Essen! Und wann
hat man schon mal Zeit mit Herrn Demmelhuber zu watten oder Frau
Leffers Watten beizubringen? Vielleicht
hat ja mal wieder eine Klasse das Glück beim POL&IS-Projekt
teil- nehmen zu können!
Wir sind dann ja schon aus der Schule!
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