|
PDF-Version
------------------------
Die Lena-Christ-Realschule ist der Ort, an dem wir – Schüler
und Lehrer*, Sekretärinnen und
Hausmeister – uns die meisten Stunden am Tag hintereinander
aufhalten. Sie beschäftigt uns
und die Eltern auch noch Stunden nach Schulschluss.
Wir – die Schüler – verbringen hier die meisten
Jahre unserer Kindheit und Jugend.
Wir – die Lehrer, die Sekretärinnen und der Hausmeister
– verbringen hier unser Berufsleben.
Wir – die Eltern – erleben und erleiden die Erfolgs-
und Misserfolgserlebnisse unserer Kinder mit.
Wir alle – Schüler, Lehrer, Eltern, Sekretärinnen,
Hausmeister, Förderverein – investieren viel Zeit,
Kraft, Nerven, Gedanken, Gefühle und auch Geld in diese Schule,
damit
• die Schüler sich selbst gut entwickeln können
und optimal auf ihr weiteres Leben vorbereitet werden;
• die Lehrer ihre beruflichen Hoffnungen und Ziele in die
Tat umsetzen können;
• die Eltern ihre Kinder gefördert und in guten Händen
wissen.
Deswegen wollen wir alle die Lena-Christ-Realschule so angenehm
gestalten, dass wir uns
wohl fühlen und mit Freude und Erfolg hier lernen und arbeiten.
Um das zu erreichen, verpflichten wir uns, einige Grundsätze
zu beachten.
(*Wenn in diesem Papier von Schülern und von
Lehrern die Rede ist, sind
natürlich immer auch Schülerinnen und Lehrerinnen gemeint
und umgekehrt.)
1. Gemeinsam
geht alles besser
• Wir lernen
und arbeiten miteinander und nicht gegeneinander.
• Wir unterstützen uns gegenseitig beim Lernen und Arbeiten.
• Wir helfen besonders schwächeren, jüngeren und
neuen Mitschülern.
• Wir wirken nach Kräften mit, dass sich jeder Mitschüler
auf dem Weg zur Schule und nach Hause,
in der Schule, an der Bushaltestelle und am Bahnhof, in den Bussen
und S-Bahnen angstfrei und
ohne Belästigung bewegen kann.
• Lehrer und Eltern stimmen – so gut es eben geht –
die Erziehungsarbeit mit-einander ab und machen
sie für alle einsichtig. Sie verpflichten sich zum offenen
Gespräch und zur vertrauensvollen Zusammenarbeit.
• Lehrer nehmen bei Verhaltensauffälligkeiten rechtzeitig
Kontakt zu den Eltern auf, um mit ihnen geeignete
Maßnahmen zu besprechen.
• Sekretärinnen und Hausmeister stehen Schülern,
Lehrern und Eltern mit Rat und Tat zur Seite.
2. Ein "guter
Ton" macht die Musik
• Wir respektieren
einander ohne Ausnahme.
• Wir grüßen uns freundlich.
• Wir gehen höflich, fair, rücksichtsvoll und ehrlich
miteinander um.
• Wir hören aufmerksam zu, wenn andere was zu sagen haben.
• Wir belästigen, beschimpfen, demütigen niemanden
und grenzen auch niemanden aus.
• Wir verzichten auf jegliche Form von Gewalt und lösen
Unstimmigkeiten und Konflikte friedlich.
• Wir gestehen Fehler ein und entschuldigen uns dafür.
• Wir akzeptieren die Konsequenzen für Fehlverhalten.
• Wir achten auf angemessene Kleidung und Sprache.
• Wir vermeiden unnötigen Lärm.
3. Ordnung
ist das halbe Leben
• Wir richten
die Schultasche vor jedem neuen Schultag ein und orientieren uns
dabei am Stundenplan
des nächsten Schultages.
• Wir treten den Unterricht pünktlich an.
• Wir kümmern uns um eine angemessene Entschuldigung,
wenn wir aus gutem Grund nicht zum Unterricht
erscheinen können.
• Zu Beginn jeder Unterrichtsstunde legen wir die dazu benötigten
Lern- und Arbeitsmaterialien bereit.
• Hefte, Arbeitsmappen und Schulbücher führen wir
sauber und ordentlich.
• Wir bemalen oder beschädigen keine fremden Gegenstände.
• Wir unterlassen alles, was das Lernen und Arbeiten im Unterricht
stören oder behindern könnte.
Deshalb essen und trinken wir auch nicht im Unterricht.
• Für das Wegräumen des Abfalls und der leeren Flaschen
in allen Räumen des Schulgebäudes sind wir
selbst zuständig. Wir werfen den Müll in die dafür
vorgesehenen Behälter.
• Eltern sorgen zu Hause für einen in jeder Hinsicht
förderlichen Arbeitsplatz.
4. So
können wir Schulleben verantwortlich mitgestalten
• Wir wählen
geeignete Klassensprecher und nehmen die einzelnen Klassendienste
zuverlässig wahr.
• Im Rahmen unserer Möglichkeiten engagieren wir uns
in der Arbeit der Schülermitverantwortung (SMV).
• Eltern suchen nicht nur bei Problemen Kontakt zum Elternbeirat.
• Eltern unterstützen das Erziehungskonzept der Schule
und tragen es auch mit, wo immer dies möglich
und notwendig ist.
• Eltern zeigen Interesse am Lernfortschritt ihrer Kinder
und nehmen nach Möglichkeit die Klasseneltern-
versammlungen, Elternsprechtage und Sprechstunden der Lehrkräfte
wahr.
• Eltern fördern bei ihren Kindern Eigenverantwortung
und Wertebewusstsein, geben ihnen den nötigen
Rückhalt und bemühen sich, für sie mit ihren Sorgen,
Sehnsüchten und Problemen da zu sein.
• Wir alle holen regelmäßig Informationen über
die verschiedenen Infokanäle der Schule ein und beteiligen
uns je nach unseren Begabungen, Interessen und Möglichkeiten
an den verschiedenen Aktivitäten und
Veranstaltungen sportlicher, sozialer, religiöser und fachlicher
Art.
• Wir alle bemühen uns, mit Ideen und Tatkraft unser
Lernumfeld schön und anregend zu gestalten.
• Wir achten auf einen verantwortlichen Umgang mit Umwelt
und Energie.
• Wir alle unterstützen Projekte, die ein besseres Leben
für hilfsbedürftige Menschen bei uns und anderswo
ermöglichen.
5. So
kann Lernen erfolgreich sein
• Wir denken
daran, dass jeder für seinen Lernerfolg mit verantwortlich
ist.
• Wir sollten Spaß am Lernen haben, neugierig sein,
etwas wissen wollen, hinter die Kulissen schauen,
den „Dingen“ auf den Grund gehen.
• Erfolg kommt nicht von alleine, wir müssen uns schon
dafür anstrengen; er verlangt Leistung und Einsatz.
• Bei Lernproblemen suchen wir rechtzeitig Hilfe.
• Wir merken uns, worauf es beim Lernen besonders ankommt:
Interesse, Neugier, Konzentration, Öffnung
aller Sinne, Selbstvertrauen, Anstrengungsbereitschaft, Übung,
Wiederholung, Ausdauer, aber auch regelmäßig
Entspannung.
• Wir kommen ausgeschlafen in den Unterricht.
• Wir arbeiten im Unterricht möglichst aufmerksam und
aktiv mit.
• Wir fragen nach, wenn wir etwas nicht verstehen.
• Wir erledigen unsere Hausaufgaben sorgfältig und gewissenhaft.
• Wir wenden hilfreiche Lerntipps an, die wir im Unterricht
gelernt haben.
• Wir bevorzugen vor allem jene Aktivitäten, mit deren
Hilfe wir uns etwas besonders leicht einprägen können.
• Wir gönnen uns auch zu Hause regelmäßig
erholsame „Auszeiten“.
• Lehrer fordern und fördern uns. Sie stehen uns bei
Lernschwierigkeiten und persönlichen Problemen mit
Rat und Tat zur Seite.
• Lehrer machen die Notwendigkeit und Bedeutung des Lernens
einsichtig.
• Lehrer legen Wert darauf, jede schriftliche Leistungserhebung
gerecht und transparent zu korrigieren und
zu bewerten.
• Lehrer würdigen gute Leistungen im Unterricht.
• Eltern fördern in ihren Kindern eine positive Einstellung
zur Schule und zum Lernen.
6. So
kann Lernen Spaß machen
• Lehrer
gestalten ihren Unterricht abwechslungsreich, interessant und lebensnah.
• Lehrer erklären einleuchtend, warum und wozu wir lernen.
• Lehrer nehmen sich Zeit zum Erklären und helfen uns,
wenn wir besondere Schwierigkeiten beim Lernen haben.
• Lehrer planen Lernzeiten ein, die frei von Bewertungen mit
Noten sind.
• Lehrer geben hilfreiche Lerntipps.
• Lehrer vermeiden – nach Absprache – allzu umfangreiche
Hausaufgaben.
• Durch Lernangebote außerhalb der Schule fördern
Lehrer und ggf. auch Eltern soziale Verhaltensweisen und
ermöglichen praxisbezogene Erfahrungen.
• Wir dürfen uns regelmäßig „Zeit für
uns“ nehmen, Probleme miteinander besprechen und auch unsere
Meinung
zum Unterricht und Schulleben sagen.
• Eltern zeigen Interesse am Lernen und Arbeiten ihrer Kinder
und unterstützen sie nach bestem Wissen und
Gewissen; sie sorgen sich auch um angemessene Frei- und Ruhezeiten.
7. Auch
die Rahmenbedingungen sollten stimmen
• Die Schulleitung
hält nach Möglichkeit die Klassen klein, verteilt den
Unterricht unter den Lehrern gerecht und
sorgt für einen in jeder Hinsicht ausgewogenen Stundenplan.
• Die Schulleitung schafft Bedingungen, die einen optimalen
Unterricht und eine lebendige Schule ermöglichen.
• Die Schulleitung sorgt - je nach Erfordernis - für
einen zuverlässigen, zügigen und nützlichen Informationsfluss.
• Die Schulleitung sucht bei schulinternen Entscheidungen
den Konsens möglichst aller Betroffener.
8. Und
zu guter Letzt...
• Während
der Unterrichtszeit verlassen wir das Schulgelände nur mit
ausdrücklicher Genehmigung.
• Rauchen, Alkohol und sonstige Drogen sind tabu. Das gilt
auch für die nähere Umgebung der Schule. Handys
und Musikgeräte aller Art bleiben in der Unterrichtszeit ausgeschaltet.
• Probleme lösen wir dort, wo sie entstanden sind und
nutzen dabei ggf. den hausinternen Schlichtungsweg.
• Ratsuchenden und Gästen begegnen wir freundlich und
höflich und helfen ihnen weiter.
• Wir sind uns dessen bewusst, dass wir durch unser Verhalten
in und außerhalb der Schule entscheidend mit
dazu beitragen, welchen Ruf die Schule in der Öffentlichkeit
hat.
Diese Grundsätze treten mit Wirkung
vom 22. Mai 2007 in Kraft.
Anja Ruhmann, Schulleiterin
Marianne Polz, Elternbeirätin
Alfons Leinhäupl, Personalrat
Laura Schulze, Schülersprecherin
|