Als unsere Gruppe am Sonntag am Flughafen München
ankam, waren wir alle schon wahnsinnig aufgeregt und gespannt
was uns erwarten würde. Nach einem relativ kurzem Flug
und einer 2-stündigen Busfahrt kamen wir an einem Parkplatz
in Broadstairs an.

Wir waren unglaublich aufgeregt und hatten total
„Schiss“ vor unseren Gastfamilien, auf die wir dann
auch noch längere Zeit warten mussten.
Durch die nicht gerade einladend aussehenden Häuser in
der Umgebung des Parkplatzes wurde unsere Angst nicht gerade
geringer. Unsere Erleichterung über die Familien war groß,
da alle ziemlich nett waren. „Zuhause“ angekommen
wurde uns kurz alles erklärt und wir durften unsere Zimmer
beziehen.

Vormittags hatten wir dann von Montag bis Freitag
immer Schule... unsere Lehrer waren alle echt cool drauf und
haben so ziemlich jeden Unsinn mitgemacht. Manche Lehrer versuchten,
zu fast jeden Satz, ein passendes Lied zu singen und wieder
andere ließen die armen Schüler die, die ganze Zeit
nur Deutsch redeten, als Ballerinas oder als Hühnchen einmal
durchs Klassenzimmer laufen. Kurzum: Es wurde uns nie langweilig
und wir haben dennoch vieles gelernt.Nachmittags
und abends waren verschiedene Aktivitäten angesagt.

So trafen wir uns beispielsweise Montagnachmittag
alle um zu erfahren, wie wir uns in England zu verhalten hatten.
Das Einzige was uns dabei bis heute im Gedächtnis geblieben
ist, ist der Satz „Don’t block the pavement“
der bei jeder sich bietenden Gelegenheit von allen immer wieder
laut verkündet wurde. Danach folgte ein „Observation
Quiz“ bei dem wir in Gruppen durch ganz Broadstairs laufen
mussten und viele Fragen beantworten sollten...

Bald wurde allen klar, dass Charles Dickens,
der bekannte englische Schriftsteller, einige Zeit in Broadstairs
gewohnt hat, denn an fast jeder Straßenecke fanden wir
Erinnerungstafeln an ihn und seine Werke. Die Aufgaben war es
zum Beispiel die Stufen die zum Strand führen zu zählen
oder die Öffnungszeiten der Bücherei ausfindig zu
machen. Einige Teams waren sehr erfolgreich, andere wiederum
haben sich ziemlich verlaufen.

Abends trafen sich alle zum Barn Dance, unsere
Möglichkeit alle besser kennen zu lernen und einfach unglaublich
viel Spaß zu haben. Herr Demmelhuber und Frau Tocha-Ring
waren voll dabei und hat bei fast allen Tänzen voller Elan
mitgemacht.. Um 22:30 Uhr war der erste Abend schon wieder zu
Ende und alle mussten nach Hause.

Am nächsten Nachmittag durften wir zwischen
verschiedenen Sportarten wählen. Abends stand ein Kulturquiz
am Strand auf dem Plan. Da wir alle nicht besonderes viel über
England wussten lernten wir einiges. Mittwoch trafen wir uns
alle um nach Canterbury zu fahren und dort die Stadt und die
berühmte Kathedrale zu besichtigen. Anschließend
hatten wir noch eine Stunde Zeit um shoppen zu gehen. Abends
stand Fremdsprachenkino mit „Born to be wild“ auf
dem Programm.

Am Donnerstag konnten wir dank des schönen
Wetters an den Strand gehen und relaxen. Ein paar unsrer Leute
entpuppten sich als Volleyball-freaks und Herr Demmelhuber zeigte
allen, dass er ein Fußball-Naturtalent ist.

Zur Beigeisterung vieler war an diesem Abend „Karaoke
night“. In der Karaokebar wurde den ganzen Abend durch
gesungen. Sogar die Lehrer waren begeistert dabei und gaben
eine Privatvorstellung. Der Abend ging wie meistens viel zu
schnell zu Ende.
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